HAVEN Tribute

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 Akte 1: Der Fall Marion Caldwell

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Bine
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BeitragThema: Akte 1: Der Fall Marion Caldwell   09.08.18 16:00

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Haven – Willkommen in Haven

Szene A
Eine junge Frau liegt schlafend in ihrem Bett. An ihrer Tür klopft es laut und jemand ruft nach ihr.
Mann an der Tür: „Agent Parker?“

Die Frau öffnet erschrocken ihre Augen und richtet ihren Blick auf den Wecker, der neben ihr am Bett steht. Sie drückt mit einer Hand darauf rum, Musik geht an. Dabei spricht sie mit sich selbst.
Agent Parker: „Oh nein, nein, nein, nein.“
Irgendwas verwirrt sie. Vermutlich die frühe Uhrzeit.
Agent Parker: „Häh? Nein...“
Der Mann an der Tür klopft wieder: „Agent Parker, machen Sie auf!“

Als nächstes sieht man sie die Treppe in ihrem Haus herunter kommen und zur Tür rennen, wo ein dunkelhäutiger Mann vorsteht. Bevor sie die Tür öffnet, murmelt sie etwas.
Agent Parker: „Ist ein bisschen früh, oder?“
Er hat es gehört und antwortet beim Eintreten: „Ist aber auch wichtig, Parker. Danke. Eindrucksvoll, wie man mit so wenig... so wenig machen kann.“
Er sieht sich in dem karg eingerichteten Wohnzimmer um.
Agent Parker (mit Hohn in ihrer Stimme): „Ja, das mach ich alles während meines Urlaubs, den ich nicht bekomme. Anstatt mich mit irgendwelchen Typen zu treffen, lauf ich durch die Trödelmärkte“ (sie lacht)

Währenddessen blieb die Kameraführung kurz auf einem Buch haften, das auf dem Tisch liegt. Titel: Unstake my heart [bedeutet anscheinend soviel wie,“durchbohre mein Herz nicht mit einem Pfahl“...]
Der Mann hebt das Buch hoch: „Hätte nicht gedacht, dass Sie auf Teenage-Vampires stehen.“
Agent Parker: „Tut mir leid, aber sowas inspiriert mich.“
Der Mann: „FBI Arbeit beruht auf Fakten. Ich will, dass Sie es dabei belassen.“
Agent Parker holt tief Luft: „Meinen Sie damit Miami?“
Der Mann: „Oh ja, ich spreche von Miami. Sie wissen genau, was ich meine.“

Agent Parker hat sich währenddessen auf ihre Couch gesetzt und ihre Haare zusammengebunden.
Agent Parker: „Solange ein Fall für mich noch nicht abgeschlossen ist, bin ich für alles offen. So hab ichs gelernt.“
Der Mann: „Das kann auch mal in eine Sackgasse führen.“
Agent Parker lacht verlegen: „Tja, da wo ich herkomme, ist sowas oftmals besser als die Realität. Also, wohin geht’s diesmal?“
Sie blickt den Mann herausfordernd an und steht auf.

Der Mann hat plötzlich eine Akte in der Hand. Diese legt er während er spricht, auf den Tisch.
Der Mann: „Haven. Maine. Heimatstadt eines gewissen Jonas Lester. Er ist vor 19 Stunden aus dem Staatsgefängnis geflüchtet. Hat nen Wachmann getötet.“
Agent Parker sieht ihn mit großen Augen an, sie packt bereits einen Koffer.
Der Mann: „Finden Sie ihn einfach und bringen ihn zurück. Das ist alles. Ihre Realität. Sie sind ein guter Agent, Audrey. Und eines Tages vielleicht sogar ein verdammt guter Agent.“

Audrey Parker sieht sich die Akte an.
Der Mann herausfordernd: „Also, erledigen Sie ihren Job.“
Audrey sieht ihn ebenfalls herausfordernd an und antwortet nur: „Legen Sie das Buch wieder hin, wenn Sie damit fertig sind?“
Der Mann hat immer noch den Teenageroman in der Hand. Audrey, die sich wegdreht, bekommt nicht mit, dass er das Buch in seine Manteltasche steckt. Kameraführung auf die Bilder des entflohenen Häftling.

Szene B
Ein Mann rennt durch einen dunklen Wald mit einer Waffe in der Hand. Kurz darauf sieht man, dass er jemanden verfolgt.
Der Waffenmann: „Stehenbleiben! Bleiben Sie stehen! Verdammt noch mal, Sie sollen stehen bleiben.“

Der Verfolgte rennt an einem Abhang um die Ecke, der Mond scheint hell am Himmel. Der Waffenmann bleibt kurz am Abhang stehen und richtet seine Waffe in Richtung des Fliehenden.
Der Waffenmann: „Zwingen Sie mich nicht auf sie zu schießen!“
Bevor er überhaupt noch irgendetwas tun kann, wird ihm die Waffe aus der Hand geschleudert und er wird über den Klippenrand in hohem Bogen nach unten katapultiert. Er schreit laut.
Dann sieht man kurz den Verfolgten, wie er für einen Bruchteil einer Sekunde die Klippe hinunter schaut und dann weggeht.

Szene C
Ein rotes Auto fährt eine lange Küstenstraße entlang. Die Kulisse ist großartig! Audrey sitzt in dem Wagen und schaltet auf einen anderen Radiosender. Vor ihr reißt plötzlich die Straße auf. Erschrocken reißt sie den Lenker herum und durchbricht mit ihrem Wagen die Leitplanke. Der Wagen bleibt an einem großen Stein hängen. Der vordere Teil des Wagens hängt jedoch schon über dem Klippenrand. Unter Audrey befindet sich nun Wasser. Nervös lehnt sie sich in ihrem Sitz zurück. Das Auto wackelt verdächtig. Audrey atmete tief und schüttelt den Kopf.
Audrey: „Nein, so werd ich sicher nicht sterben.“
Sie lehnt sich ein Stück vor um das Radio auszuschalten. Der Wagen kippt leicht nach vorne. Audrey drückt sich entsetzt in ihrem Sitz zurück und schließt die Augen.
Audrey: „Oh Scheiße!“
Als sie merkt, dass der Wagen auch wieder „sicherer“ hängt, öffnet sie wieder ihre Augen.
Audrey: „Alles klar...“

Plötzlich klopft es an der Scheibe der Beifahrerseite (die Scheibe ist übrigens, fast komplett geöffnet). Ein Mann blickt durch das Fenster.
Audrey hat sich erschrocken: „Oh Gott...“
Der Fremde fragt freundlich: „Kann ich Ihnen helfen?“
Audrey, mit ironischem Unterton: „Nein, ist alles in bester Ordnung. Danke sehr!“
Der Fremde schien es ernst zu nehmen: „Gut, na dann.“
Er geht weg. Audrey schaut irritiert aus dem Fenster der Beifahrerseite.
Sie schüttelt wieder den Kopf: „Oh Gott, ich glaub das alles nicht.“

Derweil sieht der Fremde plötzlich durch die Scheibe der Fahrerseite, während Audrey immer noch in die andere Richtung sieht. Als sie ihn dann sieht, deutet er ihr an, die Tür zu öffnen. Schnell und doch vorsichtig, zieht er sie raus. In dem Moment als sie neben dem Fremden steht, fällt das Auto die Klippen hinunter. Für einen Moment starren die Zwei wortlos dem Wagen nach.
Der Fremde: „Schade um das Auto.“
Audrey: Ach, war n Mietwagen.“

Der Fremde mustert Audrey kurz und stellt fest, dass sie eine Waffe bei sich trägt. Er holt seine eigene vorsichtig aus der Tasche, doch Audrey ist schneller. Mit einem gekonnten Griff löst sie ihre Waffe. Beide stehen sich jetzt gegenüber. Jeder die Waffe auf den anderen gerichtet.
Audrey: „Halt! FBI – wer sind Sie?“
Der Fremde: „Haven P.D. - wer sind Sie?“
Audrey: „FBI! Sind Sie etwa taub?“
Der Fremde: „Und woher weiß ich das?“
Audrey: „Okay, also für Anfänger. Ich trag ne Knarre an meinem Gürtel. Ne tödliche 9 mm. Und sie gaben mir soetwas...“ Sie steckt ihre Hand in ihren Mantel um etwas herauszuholen. Ihren Blick und die Knarre hat sie dabei immer noch auf den Fremden gerichtet.
Der Fremde entsetzt: „Hey! Behalten Sie Ihre Hände wo ich sie sehen kann.“
Audrey zieht ihre Hand zurück: „Okay, glauben Sie ich zieh noch ne Waffe?“
Der Fremde fordert sie mit einen Blick auf das aus ihrer Manteltasche zu holen, was sie zuvor schon vorhatte. Sie öffnet das Lederetui und hält ihm den Ausweis hin, wo eindeutig FBI draufsteht und ein Bild von ihr zu sehen ist.
Audrey: „Also, Sie haben meinen gesehen. Jetzt will ich Ihren sehen.“
Während der Fremde schon nach seiner Marke greift, fügt Audrey in fordernden Ton hinzu: „Ausweis.“ Hihi, ja es klang schon ein wenig zweideutig..... ;)
Der Fremde hält ihr erst nur die Marke entgegen, klappt dann das Etui auf und hält dann seinen Ausweis auf Gesichtshöhe. Sein Blick dabei ist so göttlich, den kann ich nicht beschreiben...
Audrey: „Okay.“

Wortlos weisen die beiden sich an, ihre Waffen wieder wegzustecken.
Audrey: „Sind, äh.... alle Straßen bei euch so mies?“
Der Fremde: „Sandstein ist, äh... sehr rutschig.“
Audrey: „Ah.....“
Der Fremde: „Soll ich Sie mitnehmen?“
Audrey: „Tja, das ist auf alle Fälle besser, als wenn ich Ihr Auto fahre.“
Der Fremde: „Erspart uns ne Menge Papierkram.“
Bin ich zu doof dazu, oder wo ist der Sinn dahinter???? Er fragt, ob er sie mitnehmen soll, sie meint das wäre besser, als dass sie sein Auto fährt und das alles erspart Papierkram??? Im englischen gestehe ich, verstehe ich da auch nicht den genauen Wortlaut...

Er hält ihr die Tür des Wagens auf, sie bedankt sich und steigt ein. Sie zieht unachtsam einfach die Tür zu. Der Fremde hatte seine Hand so am Auto liegen, dass Audrey ihm die Tür daraufknallt. Entsetzt blickt sie ihn an: „Ohhhh. Das wollte ich nicht! Hab ich Ihnen wehgetan?“
Der Fremde ganz locker: „Schon gut. Hab nichts gemerkt.“
Er läuft um das Auto zur Fahrerseite.
Audrey murmelt: „Oh, harter Typ wie?“
Während der Fremde den Motor startet, fragt Audrey ihn nach dem entflohenen Sträfling: „Ich suche einen Jonas Lester. Haben Sie von dem schon mal was gehört?“
Der Fremde: „Ich war grad bei ihm.“


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BeitragThema: Re: Akte 1: Der Fall Marion Caldwell   09.08.18 16:17

Szene D
Auf einem abgesperrten kleinen Gebiet unterhalb von Klippen kniet Audrey neben der Leiche, die in Szene B über die Klippen geschleudert wurde. Der Fremde, aus der vorherigen Szene, taucht mit einem älteren Mann auf, der eine Polizeijacke trägt.
Polizist: „Sie können ihn ansehen solange sie wollen. Der Mann ist tot und daran wird sich überhaupt nichts ändern.“
Der Fremde ergreift das Wort, während Audrey aufsteht: „Chief Wuornos, das ist äh...“
Audrey unterbricht ihn: „Special Agent Audrey Parker.“
Chief: „Oh, das FBI- Ihr haltet euch mal wieder für unentbehrlich und trampelt einem dabei immer wieder auf den Füßen herum.“ Er wird lauter.
Audrey: „In diesem schon, ja... Ich bin seinetwegen hergekommen.“
Sie deutet auf die Leiche von Jonas Lester und kniet sich wieder neben diese.
Chief: „Aha... Wir wurden informiert, dass Jonas geflohen ist.“
Audrey: „Wir sind davon ausgegangen, dass er versuchen wird, in seine Heimatstadt zurückzukehren. Und das ist er ja.“
Der Chief schaut den Fremden an, während Audrey aufmerksam die Leiche begutachtet. Dabei macht sie einen Fund: „Oh, jemand hat was übersehen.“
Mit einer Pinzette zieht sie ein Stück Papier aus der Jackentasche von Lester.
Der Chief und der Fremde beugen sich zu ihr.
Audrey: „Hier steht was drauf. Ich kanns nicht erkennen, aber wir sollten das überprüfen. Eintüten.“
Sie packt den Zettel in eine Tüte.
Der Fremde: „Ich.. ich gebs ins Labor.“
Chief spöttisch: „Erhellen Sie uns doch. Was hat denn unser FBI Special Agent rausgefunden?“
Audrey: „Na gut. Seine Verletzungen weisen auf keinen Kampf hin und getötet wurde er auch nicht hier.“
Chief (steckt sich Kaugummi / Kautabak in den Mund): „Glauben Sie.“
Audrey: „Er starb letzte Nacht. Die genaue Zeit müssten sie noch feststellen. Es sieht ganz so aus, als ob er von da oben runtergefallen wäre. Aber er liegt viel zu weit weg von der Klippe.“
Sie blickt zu der Klippenspitze hinauf.
Audrey: „Wissen Sie, es sei denn er hatte Superkräfte. Was solls, für die Aufklärung von Unfällen werd ich ja nicht bezahlt.“
Chief herablassend: „Sie denken zuviel. Das Beste was Jonas Lester jemals für diese Stadt gemacht hat, war hier zu sterben. Damit wär der Fall für mich erledigt.“
Audrey widerspricht ihm: „Er hat einen FBI Agenten umgebracht und ich werde ganz sicher heraus kriegen, was er hier wollte und was mit ihm passiert ist.“
Chief ruft über ihre Schulter hinweg: „Nathan!“ (Dann wieder zu Audrey) „Suchen Sie sich ein echtes Verbrechen.“
Der Fremde, der endlich einen Namen hat, nämlich Nathan: „Chief? Wie wäre es wenn ich Agent Parker die Gegend zeige, solange der Fall noch nicht abgeschlossen ist?“
Chief: „Tun Sie das. Verschwenden Sie Ihre Zeit. Sie haben ja nichts besseres zu tun.“
Er dreht sich weg und geht.

Audrey ruft jemanden an. Man sieht als nächstes den dunkelhäutigen Mann, Audreys Vorgesetzten, in einem Wagen sitzen, der ihren Anruf entgegen nimmt.
Vorgesetzter: „Ja?“
Audrey (durchs Handy): „Hier ist Parker. Lester ist tot, Sir.“
Vorgesetzter: „Was ist passiert.“
Audrey (die nun wieder zu sehen ist und vor der Leiche steht): „Sie glauben, dass es sich hier um einen Unfall handelt, aber... ich glaube, hier stimmt etwas nicht.“
Vorgesetzter (blickt aus seinem Autofenster): „Das klingt ja ganz nach einem Fall für Sie.“
Audrey: Chief Wuornos sieht das anders.“
Vorgesetzter: „Ich vertraue Ihnen.“
Audrey (blickt zu Nathan): „Ich habe hier zu tun mit äh.. Detektiv..:“
Nathan: „... Wuornos.“
Audrey blickt ihn irritiert an.

Szene E
Audrey und Nathan befinden sich oben auf der Klippe und laufen dort umher.
Audrey: „Sie sagen zu Ihrem Vater Chief?“
Nathan: „Ich sage zu meinem Vorgesetzten Chief.“
Audrey: „Er ist ein furchtbar sturer Mensch. Was hat er vor, will er mich testen?“
Nathan: „Nicht Sie, sondern mich.“
Audrey: „Hey, nichts für Ungut, aber ein Grund, warum ich den Fall lösen will ist, um ihn zu ärgern.“
Nathan: „Und das würden Sie auch.“
Audrey: „Ja, wenn man vom Staat erzogen wird, hat man wenigstens keine Konflikte mit den Eltern.“
Nathan: „Also, sind Sie eine Waisin?“
Audrey: „Nein, FreeAgent.“

Beide blicken sich nach Hinweisen um. Gerade gehen sie an einem Schild vorbei, auf dem ein Name steht.

Audrey: „TUWIUWOK. Stammt das von den Ureinwohnern?“
Nathan: „Migmarhow oder wie irgendwie sowas Smile , es bedeutet Haven.“
Audrey: „Sie können das ja wie ein richtiger Indiander.“

Sie gehen einen Pfad entlang, der durch Gestrüpp führt.
Audrey: „Ah, das müssen Lesters Fußabdrücke sein. Sehen Sie hier – da gibt es noch eine zweite Spur. … Hier.... und Lesters hören plötzlich hier auf.“
Sie ist den Spuren bis zu der Stelle gefolgt, an der Lester plötzlich von der Klippe geschleudert wurde.
Nathan (total trocken): „Könnte stimmen.“
Audrey sieht sich die Umgebung genauer an und stellt fest, das die Bäume frisch entwurzelt sind: „Entwurzelte Bäume. Irgendwie eigenartig. Gibt’s hier Tornados um diese Jahreszeit?“
Nathan: „Vielleicht einmal im Jahr...“
Audrey: „Ist das so? Aha, aber irgendwas ist mit diesen Bäumen passiert.“ (Sie hat übrigens die ganze Zeit ihr Handy in der Hand und starrt auch zwischendurch darauf.
Nathan: „Wir hatten keinen Wind letzte Nacht, ich hab es überprüft.“
Audrey: „Tatsächlich?“
Nathan: „Vielleicht waren es ja seine Superkräfte.“
Damit bringt er Audrey zum Grinsen.

Kurz darauf findet Nathan an einem Baum einen Hut und Audrey angelt mit ihrem Kugelschreiber eine Waffe vom Waldboden auf.
Audrey: „Jetzt wird es interessant....“
Nathan: „Tolle Waffe. Allerdings wurde Lester nicht erschossen. Aber ich hab das hier gefunden.“
Er zeigt ihr den Hut.

Audrey (tütet die Waffe ein): „Einen Hut?
Nathan: „Ich kenn einen Typen, der so einen Hut trägt.“
Audrey: „Ich auch, aber das ist kein Beweis.“
Nathan: „Aber der Typ wurde von Lester beklaut.“
Audrey: „Okay, dann wäre es ein Beweis. Worauf warten Sie?“
Sie geht an Nathan vorbei den Weg zurück.

Szene F
Blick auf den Hafen. Audrey und Nathan fahren in seinem Wagen. Wir hören nur die Stimmen der beiden, und bekommen schöne Bilder von der Stadt zu sehen.
Nathan: „Willkommen in Haven. Mögen Sie Pancakes? Wir machen die Besten.“
Audrey: „Was ist mit Hummer? Maine ist doch berühmt für seine Hummer.“
Nathan: „Ich mag keine Hummer. Ich liebe Pancakes.“
Audrey: „Und ich mag ihren Wagen.“ Ein großer blauer Jeep- Marke – keine Ahnung Smile
Nathan: „Danke. Hab ihn seit ich 19 bin.“ Ähm..... wäre hier nicht war das korrektere deutsch? Immerhin ist er es ja jetzt nicht mehr....?!
Audrey: „Wie kann man solange dasselbe Auto fahren?“
Nathan kontert: „Weil man nicht über Klippen fährt...“

Er hält am Straßenrand an und beide steigen aus. Audrey hält den Hut in ihrer Hand.
Audrey: „Also, wem gehört dieser Hut?“
Nathan: „Conrad Brower. Kriegsveteran und jetzt Handwerker. War zusammen mit Lester beim Militär. Condrad kam zurück als arbeitsloser Held und Lester als Verlierer mit einer Computerausbildung. Er saß weil er seine früheren Kameraden um die Veteranenzuschüsse betrogen hat.“
Audrey: „Einschließlich Conrad.“
Nathan: „Ja sieht so aus.“

Die zwei bleiben vor einem Laden stehen, an dem ein Mann gerade an der Außenfassade eine Holzleiste befestigt.
Nathan: „Hey, Conrad.“
Conrad: „Nathan.“
Nathan: „Hilfst du Marion wieder?“
Conrad: „Das siehst du doch.“
Nathan: „Ich hab dein Hut am Migmar gefunden.“
Er deutet auf den Hut, den Audrey nach wie vor in ihren Händen hält. Sie reicht ihn Conrad.
Er nimmt ihn entgegen und bedankt sich: „Danke. Wirklich nett.“
Audrey (tritt auf ihn zu): „Waren Sie vielleicht gestern dort, kann das sein?“
Conrad: „Halten Sie Abstand.“
Audrey sieht ihn verdutzt an und tritt etwas zurück.
Conrad (mit leiser Stimme): „Bitte....“
Audrey: „Was?“
Nathan will sie zu sich holen und greift nach ihr: „Conrad möchte nicht, dass man ihm zu Nahe kommt.“
Audrey (zückt ihren Ausweis): „Gut. In Ordnung, Mr. Brower. Würden Sie es mich wissen lassen, wann Sie meine Fragen beantworten können?“

Skeptisch blickt Conrad auf den Ausweis.
Conrad: „Ich war heute morgen dort. Ich seh gern die Boote rausfahren. Da hab ich ihn liegen gelassen.“
Audrey: „Sie haben nicht zufällig Jonas Lester gesehen?“
Conrad: „Nein habe ich nicht.“
Audrey (genervt): „Aber Sie haben Ihn gekannt.“
Conrad: „Aus dem Golfkrieg.“
Audrey: „Ja und dann kamen Sie zurück und Lester hat sie um ihr Geld betrogen.“
Conrad: „Nicht nur um meins, glauben Sie mir.“

Die Kameraführung hat jetzt die drei so im Visier, dass man hinter Conrad in dem Haus am Ladenfenster eine Frau stehen sehen kann.
Nathan: „Conrad, wo warst du gestern nachmittag?“
Conrad (nach kurzem Schweigen): „Muscheln ausgraben. An der Edgewater Bay. Das ist alles.“

Audrey wendet sich näher an Nathan und flüstert ihm zu: „Okay, das war jetzt wirklich eine ganz tolle Frage. Aber wollen Sie nicht näher an ihn ran, während ich rein gehe und den Ladenbesitzer befrage?“
Nathan: „Klar...“
Audrey will an Conrad vorbei.
Conrad: „Wo wollen Sie hin?“
Audrey (bleibt dicht vor ihm stehen und schnauzt ihn an): „Mister Brower, wenn Sie mir was zu sagen haben, dann tun Sie es gefälligst auch, okay?“
Während Conrad und Audrey sich eindringlich ansehen, wird es plötzlich innerhalb weniger Sekunden völlig nebelig um sie herum, so dass sie kaum noch was sehen können.

Audrey: „Unheimlich.---- Conrad?? Conrad?“
Nathan: „Er ist weg.“
Durch den undurchsichtigen Nebel verlieren die zwei die Orientierung. Audrey tritt zurück auf die Straße und wird fast von einer Radfahrerin umgefahren. Dann hört man nur noch Hupem, Audrey sieht Scheinwerfer und ruft nach Nathan: „Nathan! Passen Sie auf!“
Sie schubst ihn so zur Seite, dass beide auf dem Boden landen. Genau in dem Moment fährt ein großer Laster vorbei.


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BeitragThema: Re: Akte 1: Der Fall Marion Caldwell   09.08.18 16:17

Szene G
Der Nebel ist wieder vorbei, ein Krankenwagen ist angekommen und Nathan sitzt auf einer Trage. Eine Frau hat ihm den Arm verbunden: „Glückwunsch Nathan, wir müssen eine Gewebeuntersuchung machen. Wieder einmal...“
Nathan (reibt sich über die Schulter): „Zum neunten Mal.“
Die Ärztin: „Ja, freuen Sie sich, das zehnte Mal ist umsonst.“ Zu Audrey gewandt: „Er ist hier Stammkunde. Ich bin gleich zurück.“
Sie geht zum Krankenwagen.

Audrey zu Nathan: „Fühlen Sie denn überhaupt keine Schmerzen?“
Nathan: „Man nennt das idiopathische Neuropathie“ quasi auf deutsch: eine Erkrankung des Nervensystems dessen Ursache noch nicht geklärt ist
Audrey: „Sie haben nichts gespürt, als die Autotür auf Ihre Hand fiel.“
Nathan: „Nein.“
Audrey: „Können Sie Hitze fühlen?“
Nathan: „Nein.“
Audrey (bohrt weiter): „Kälte?“
Nathan: „Oh ja, Kälte kann ich fühlen.“
Audrey (völlig irritiert): „Sie fühlen Kälte?“
Nathan: „Nein, aber ich fühle, dass ich gleich Kopfschmerzen kriege.“
Audrey: „Das ist ja alles hier ziemlich abgefahren. So ein Nebel habe ich vorher noch nie gesehen.“
Nathan (genervt): „Wir sind hier Nebel gewöhnt.“

Die Ärztin kommt zurück: „Los ab in den Krankenwagen.“
Nathan: „Ich kann selbst fahren.“
Ärztin: „Ich diskutiere nicht mit Ihnen, Nathan. Los rein.“
Nathan gibt sich geschlagen und geht mit zum Krankenwagen.
Audrey: „Gehen Sie ruhig. Ich ruf im Büro an und überprüfe Conrads Alibi.“
Sie tippt auf ihrem Handy ruf. Im Hintergrund hört man Nathan zu der Ärztin sagen: „Eleanor, sie übertreiben.“

Am Handy meldet sich jemand: „Howard.“
Audrey: „Äh, Agent Howard? Ja ich bin immer noch hier. Hab noch nichts gefunden. Nichts wichtiges jedenfalls. Wir bleiben in Verbindung, okay?“
Agent Howard: „Also bis dann.“

Audrey legt auf und wird sofort von zwei alten Männern angesprochen.
Der größere der Beiden: „Sie müssen Agent Parker sein. Sie untersuchen also den Tod von Jonas Lester.“
Audrey: „Und wer sind Sie?“
Der Kleinere meldet sich zu Wort und überreicht ihr seine Visitenkarte: „Dave Teagues und mein Bruder Vince. Herausgeber und Redakteur und was sonst noch so anfällt beim Haven Herald.“
Vince: „Anstatt Lester haben wir jetzt den Nebel als Schlagzeile.“
Audrey: „Ja... Der Nebel war komisch, nicht wahr?“
Dave: „Dann Willkommen in Haven!“ (lacht komisch)
Vince: „Ich hab das Gefühl, ich hab Sie schon mal gesehen.“
Audrey sieht ihn zweifelnd an.
Dave: „Mach ihr doch keine Angst.“
Vince: „Oh Gott, ich kenne sie, oder nicht?“
Dave: „Du machst ihr Angst, Vince. Wie wär's wenn wir später mal vorbeischauen und Sie beantworten uns ein paar Fragen zu dem Fall?“
Audrey: „Wie wär's wenn ich Sie anrufe.“
Vince (lacht unsicher): „Ganz schön schlagfertig.“
Dave: „Überlegen Sie es sich. Wir warten.“
Er nickt ihr zu und dreht sich weg.
Vince (scherzt): „Also um drei auf nen guten MaiTai. Nicht vergessen.“ Dann geht er seinen Bruder nach, der ein klappriges Tandem auf die Straße schiebt.
Audrey grinst: „Okay.“
Vince hört das schon nicht mehr und meint zu seinem Bruder: „Ich will diesmal vorne sitzen.“
Dave: „Ich sitz aber immer vorn.“
Vince: „Deshalb will ich diesmal nach vorn.“ hahahah, sehr geil, wie kleine Kinder....

Nathan kommt auf Audrey zu: „Agent Parker. Ärzte neigen zu Übertreibungen. Reden wir mit Marion.“
Die beiden betreten den Laden, an dem Conrad vorhin die Holzlatte angebracht hat.

Marion: „Nathan! Haben es alle gut überstanden?“
Sie ist die Frau, die man vorher schon durch die Scheibe sah. Sie steht an der Kasse. Hinter ihr ein großer blonder Mann.
Nathan: „Es wird schon wieder. Das ist Agent Parker vom FBI.“ (Zu Audrey gewandt, deutet er auf Marion): „Marion Caldwell.“
Marion: „Hallo.“
Audrey: „Hallo.“

Marion: „Das ist mein Freund Ted Ford.“
Ted: „Hallo.“
Audrey sieht aufmerksam auf Prospekte, die auf dem Tresen liegen: „Ist das Santa Barbara?“
Marion: „Ja, sind sie schon mal da gewesen?“
Audrey (erfreut): „Zweimal ja. Einmal wegen eines Pädophilen und einmal wegen eines Serienkillers.“ Hhahaha, wie genial Marion sie ansieht.
Sie nimmt eine Karte in die Hand.
Ted (mit unsicherer Stimme): „Vielleicht ziehen wir beide ja um und kaufen uns dort ein kleines Geschäft.“
Marion (ebenfalls unsicher): „Äh ja...“
Audrey: „Ooooh,..... ohhh...“ (lacht verlegen): „Das ist wunderbar, wirklich ganz ausgezeichnet und viel sicherer ist es auch geworden.“

Marion: „Wir beide spielen nur mit dem Gedanken, wissen Sie?“
Ted (nimmt sie in den Arm): „Marions Mutter ist vor Kurzem gestorben und ein Ortswechsel würde ihr guttun.“
Marion: „Ted hatte schon überall Antikläden, wissen Sie? Ich habe Haven noch nie verlassen. Das wäre also ein großer Schritt für mich.“

Audrey ist anscheinend gelangweilt von dem Geplänkel und kommt zur Sache, weshalb sie und Nathan eigentlich hier sind: „Conrad Brower – arbeitet er für Sie?“
Marion: „Ja, sicher. Er hat mir sehr geholfen, seit meine Mutter gestorben ist.“
Audrey: „Und wie gut kennen Sie ihn?“
Marion: „Wir sind zusammen aufgewachsen..“
Ted: „Warum fragen Sie?“
Nathan (meldet sich auch mal wieder zu Wort): „Kennen Sie beide Jonas Lester?“
Im selben Moment klingelt sein Handy.
Ted: „Meinen Sie den Toten? Hab davon gehört.“
Nathan schaut auf sein Handy, Audrey sieht ebenfalls darauf.
Nathan: „Entschuldigung.“
Er dreht sich weg und nimmt ab.

Audrey: „Wissen Sie wo Conrad gestern Abend gewesen sein könnte?“
Marion: „Ja, ich hab ihn zum Edgewater Beach gefahren. Er wollte Muscheln sammeln. Ich blieb so ne Stunde bei ihm. Er ist immer so aufmerksam.“
Audrey: „Da bin ich ganz sicher.“
Ted: „Was auch immer Sie denken, Agent Parker. Conrad ist ein guter Kerl.“
Marion: „Er hat nichts damit zu tun. Für mich ist Conrad der ehrlichste Mensch, der mir je begegnet ist.“

Nathan kommt wieder zu ihnen: „Tut mir leid, wir müssen gehen.“
Audrey: „Ich danke Ihnen!“

Szene H

Am Hafen
Audrey: „Okay, so kommen wir weiter. Denn Marion wird mir ganz sicher noch mehr über Conrad erzählen können.“
Nathan: „Ich hab die ballistische Auswertung. Die Waffe gehört einem Typen namens Duke Crocker.“
Audrey: „Sie können ihn nicht leiden.“ gut beobachtet
Nathan: „Wie kommen Sie darauf?“

Nathan betritt ein großes Schiff mit den Worten: „Okay, was schmuggeln wir denn diese Woche? Hallo? Duke?“
Er läuft über das Schiff und klettert eine Leiter hoch. „Er ist nicht hier.“ Ein Blick in die Kabine zeigt einiges umherliegendes Zeug und einen Tidekalender von 2010.
Er springt wieder auf die Kaimauer zurück. „Alles was mit diesem Typen zu tun hat, geht mir auf den Sack.“ Er geht mit Audrey weg.
Audrey (verwirrt): „Warum? Weil er nicht auf dem Boot war?“
Nathan: „Nein, weil er unzuverlässig ist und völlig verantwortungslos. Er ist ein absoluter....“
Audrey: „Ja, ja, ich hab schon verstanden. Wohin gehen Sie?“
Nathan dreht sich zu ihr: „Ich will nur seine üblichen Verstecke abklappern.“

Szene I
Am Laden von Marion, es ist schon dunkel. Conrad klopft an der Tür. Marion öffnet die Tür.
Marion: „Die Polizei war gerade hier und hat dich gesucht.“
Conrad: „Wir hätten nicht mit ihnen reden sollen.“
Marion: „Conrad, das ist gar nicht gut.“
Conrad: „Marion, du traust mir doch, oder nicht?“
Marion: „Weißt du noch als wir Kinder waren, du hast mir das Schwimmen beigebracht. Erinnerst du dich, was für Angst ich vor dem Wasser hatte?“
Conrad: „Aber du hast sie überwunden.“
Marion (fängt langsam an zu weinen): „Ja, weil ich mich bei dir sehr sicher gefühlt habe. Ich hab dir stets vertraut, Conrad, hörst du? Aber diese Sache mit Lester, ich weiß nicht....“
Conrad: „Jetzt mach dir keine Sorgen, ich werde das schon regeln.“
Beide schauen sich lange an.
Marion: „Ich habe einfach Angst.“
Conrad: „Ich auch, Marion.“

Draußen fängt es an zu gewittern und zu blitzen.

Szene J
Am Hafen neben dem Schiff von diesem Duke Crocker. Hagel setzt ein.
Audrey (am Telefon): „Nein, bisher hat er sich nicht hier blicken lassen. Sagen Sie Howard, dass ich ihn später nochmal anrufe? Danke.“
Audrey läuft los und flucht: „So ein Mistwetter.“
Es blitzt, der Blitz schlägt in den Strommast ein, neben den Audrey grad ankommt und sie wird durch die Luft ins Wasser geschleudert.


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BeitragThema: Re: Akte 1: Der Fall Marion Caldwell   09.08.18 16:18

Szene K
Am nächsten Morgen wacht sie in Unterwäsche in einem fremden Bett auf und erschrickt.
Audrey: „Verdammt noch eins....“ Sie greift nach dem Hemd und ihrer Knarre, die neben dem Bett liegen und schleicht ohne Hose und barfuß nach draußen. Die Knarre hält sie in ihrer Hand. Sie befindet sich auf einem Schiff. Zu einem Kerl, der auf einer Bank sitzt und Zeitung liest (mit asiatischen Schriftzeichen) sagt sie: „Sie haben meine Sachen gestohlen.“
Der Kerl lässt seine Zeitung sinken und schaut sie freundlich an: „Guten Morgen.“
Audrey (wird lauter): „Sie haben meine Sachen gestohlen!“
Der Kerl: „Nein, ich habe sie gewaschen. Und ich haben Ihnen das Leben gerettet.“
Er faltet die Zeitung zusammen.
Kerl: „Eine eigenartige Kombination, wenn man es bedenkt. Falls man nachdenkt.“
Audrey (bedankt sich nicht): „Sie müssen Duke sein.“
Er lächelt und schüttet sich etwas Zucker in eine Tasse. Seelenruhig rührt er den Kaffee darin um.
Dann steht er mit der Tasse auf und tritt auf Audrey zu.

Duke: „Milch und ein Stück Zucker, ist das richtig?“
Audrey: „Nein, woher wollen Sie wissen, wie ich meinen Kaffee trinke?“
Duke: „Weiß ich nicht, aber es wäre sehr cool gewesen.“
Sie nimmt ihm trotzdem den Kaffee ab und geht unter Deck zu einer Bank. Duke grinst ihr hinterher. Dann nimmt sie ihre Kleidung von der Wäscheleine.
Audrey: „Kennen Sie Jonas Lester?“
Duke: „Ähm, er ist tot. Das ist alles. Er ist tot.“
Audrey: „Erst denken, dann antworten... mh?“
Sie deutet ihm an, dass er sich umdrehen soll, damit er sich ankleiden kann. Natürlich dreht er sich trotzdem etwas zu ihr.

Audrey: „Ja, man hat Ihre Waffe am Tatort gefunden.“
Duke: „Das ist nicht mein Ding.“
Audrey: „Sie wissen doch, jeder macht mal Fehler.“
Duke: „Ich nicht. Meine Waffe wurde geklaut.“
Mittlerweile hat er sich wieder hingesetzt.
Audrey: „Aha, von allen Kanonen der Welt, wurde ausgerechnet Ihre gestohlen. Aha, sehr glaubwürdig. Und Sie haben das natürlich auch nicht gemeldet. Und das ist illegal.“
Sie wirft Duke ein „feindlich-freundliches“ Grinsen zu.
Duke: „Doch, ich habe es gemeldet. Aber Nathan hat es nicht erwähnt?“
Audrey: „Nein.“ Sie hat sich wieder ihre Kleidung angezogen und läuft nun mit Waffe in der Hand zu Duke hinüber.
Duke: „Hab ich mir gedacht. Vertragen wir uns wieder?“
Audrey: „Naja, wenn das denn die Wahrheit ist?... Meinetwegen. - Nathan kann Sie wirklich nicht leiden.“
Duke: „Lassen Sie mich raten, was er gesagt hat. Ähm, ich bin unzuverlässig. Völlig verantwortungslos und äh... ich geh ihm auf seine verdammten Eier.“
Audrey: „...auf den Sack. Hat er gesagt.“
Duke (tut voll überrascht): „Wow, das lag mir schon auf der Zunge. Ich meine....“
Audrey: „Und hat er Recht?“
Duke wägt mit Gestik seiner Hand ab: „mh........“

Audrey schaut zum Himmel und auf ein altes Gebäude: „Gibt es die Möglichkeit, dass das Wetter hier auch mal normal ist?“
Duke: „Es äh.. ist normal für Maine.“
Audrey: „Dieser Rotzpotz Was?? sieht echt irre aus. Davon brauche ich unbedingt ein Foto.“ Sie greift an ihre Hosentasche, stellt fest, dass ihr Handy nicht da ist: „Oh nein... Mein Telefon. Sch verdammt!“
Duke: „Das ist im Eimer. Aber ich ähm hab ein anderes für Sie.“
Er holt ein pinkes Motorola V3 aus der Jackentasche, dass mit Glitzersteinchen beklebt ist.
Audrey: „Ein Tussi-Fon. Ist das Ihr Ernst?“
Duke (total überfordert): „Sie sollten mal lernen, Danke zu sagen!“ damit hat er sowas von Recht... Und trotzdem sieht das Handy schlimm aus Smile


Szene L
Auf dem Revier:
Nathan: „Es ist seine Waffe und er muss es mir erklären, egal ob er es gemeldet hat.“
Audrey: „Das hätten Sie mir sagen müssen, bevor ich bei ihm war. Er hat mir immerhin das Leben gerettet und mir einen Kaffee gekocht.“
Nathan: „Ich kenn ihn lang genug, um zu wissen, dass er kein guter ist. Was ist das?“
Nimmt ein Zettel in die Hand, den Audrey ihm gibt. Auf dem Bild sind Häuser von oben zu sehen, eine dichte Wolke und schwarze darauf gemalte Pfeile, die zur Wolke weisen.

Audrey: „Plötzlicher Hagelsturm. Das Zentrum liegt mitten in der Stadt. Das ist doch sehr eigenartig, finden Sie nicht?“
Nathan: „Na und, das Wetter spielt verrückt.“
Gibt ihr nun ein Bild: „Die Spurensicherung hat das Foto, was Sie bei Lester gefunden haben, rekonstruiert. Es stammt aus dem Gezeitenkalender von Dukes Boot. Vielleicht langweilig, aber ein Beweis.“
Auf dem Bild sind ein paar Zahlen zu erkennen, die quer über das Foto geschrieben wurden.
Audrey: „Und was bedeuten die Zahlen 2, 5, 7, 8 und 9, bitte?“
Nathan: „Das würde ich gerne von ihm wissen. Kommen Sie mit?“
Er hat seine Jacke in der Hand.
Audrey: „Nein, gehen Sie nur. Ich habe genug mit Conrad und dem Wetter zu tun.“
Nathan: „Wie Sie wollen.“

Nathan geht, der Chief kommt ins Büro.
Chief: „Na, haben Sie aus dem Unfall schon ein Mord gemacht?“
Audrey: „Ich freu mich auch Sie zu sehen.“
Chief: „Sie verschwenden Nathans Zeit. Warum?“
Audrey: „Genau genommen habe ich ein paar Spuren. Und Ihr Sohn hat den Gezeitenkalender, den wir bei Lester gefunden ha...“ Sie stockt: „Der Gezeitenkalender....“ Sie tippt im Computer rum.
Chief (sichtbar unbeeindruckt): „Gezeitenkalender ist ja ganz toll.“
Audrey: „Äh, kann man bei Flut am Edgewater Beach Muscheln suchen?“
Chief: „Kommt drauf an, wie lange man die Luft anhalten kann.“
Audrey nimmt ihre Jacke und verlässt das Büro. Der Chief starrt ihr hinterher.


Szene M

Audrey parkt in an der Straßenecke, wo Marions Laden ist. Conrad läuft vor dem Laden herum.
Audrey steigt aus.
Audrey: „Sie haben mich belogen, Conrad. Von wegen Muscheln sammeln. Sie waren mit Lester, oben auf der verdammten Klippe...“
Conrad unterbricht sie: „Das verstehen Sie nicht.“
Audrey: „Ohja, ich verstehe, dass Sie mich angelogen haben. Sie und Marion. Sie haben den Mann getötet, der sie ruiniert hat.“ Sie geht weiter auf Conrad zu.
Conrad: „Kommen Sie mir nicht zu nah.“
Audrey hört nicht auf ihn und bedrängt ihn: „Wieso lag er soweit weg von der Klippe?“
Marion kommt aus dem Laden.
Conrad: „Bitte, bleiben Sie stehen!“
Marion: „Agent Parker, bitte hören Sie auf.“
Audrey packt ihn an der Schulter: „Sie sagen mir jetzt …..“
Conrad: „Die sollen mich in Ruhe lassen!“

Er dreht sich um und schleudert sie von sich. Und zwar so, dass Audrey durch die Luft fliegt und gegen ihr Auto knallt. Gleichzeitig fängt es plötzlich einfach an zu schneien.
Marion rennt entsetzt in den Laden zurück: „Lass mich in Ruhe!“ sagt sie zu Conrad gerichtet. Der läuft ihr nach: „Marion warte!“
Audrey läuft mit gezückter Waffe hinterher: „Bleiben Sie stehen!“
Conrad (rückt endlich mit der Sprache raus): „Es war ein Unfall, ich hab es nicht gewollt.“
Audrey: „Na was denn nicht?“
Conrad: „Ich wollte Lester nicht töten!“


Szene N
Audrey kommt mit Conrad auf die Wache. Zu ihrer Verwunderung sitzt Duke an einem Tisch.
Audrey: „Was wollen Sie hier?“
Duke antwortet nicht, sondern winkt ihr nur grinsend zu. Sie führt Conrad um den Tisch herum und setzt ihn Duke gegenüber auf einen Stuhl.
Nathan: „Was ist passiert?“
Audrey: „Sie werden es mir nicht glauben. Conrad ist unser Mann. Sie können also Duke gehen lassen.“
Nathan (mit verschränkten Armen): „Das glaub ich nicht.“
Audrey: „Hat Duke gestanden?“
Duke (macht auf sich aufmerksam und antwortet selbst: „Nein, nein das hat er nicht.“
Nathan: „Conrad, du hast gestanden?“
Conrad: „Ja, Nathan das hab ich.“
Duke (lehnt sich vor): „Danke Sir!“ Er steht auf, hält Nathan seine Arme entgegen, damit der die Handschellen abnimmt: „Kann ich jetzt gehen?“
Nathan drückt ihn wieder auf seinen Stuhl: „Nein, setzen!“ zu Conrad gewandt: „Conrad, komm mit.“

Audrey zu Duke: „Ich weiß, dass Sie Lester nicht getötet haben.“
Duke: „Das ist fantastisch. Dann schmeiße ich jetzt die erste Runde.“
Audrey (setzt sich Duke gegenüber hin): „Ich weiß aber auch, dass Nathan recht hatte. Sie haben sich mit Lester getroffen.“
Duke: „Okay, hören Sie zu. Ich habe eine Regel, oder vielleicht eher ein Prinzip. Ich quatsche nicht mit Bullen. Auch wenn ich sie vielleicht mögen sollte.“
Audrey: „Ich könnte Ihnen den Zoll auf den Hals hetzen. Die würden sich freuen.“
Duke knickt ein und starrt auf das Bild, dass Audrey ihm jetzt vor die Nase legt. (Es ist das seines Gezeitenkalenders mit den Zahlen.)
Audrey: „Was bedeuten diese Zahlen?“
Duke: „Schönes Foto.“
Dann schaut er herausfordernd zu Nathan: „Eine Entschuldigung von Nathan würde mir helfen, mich zu erinnern.“
Audrey blickt fordernd zu Nathan: „ Hu? Na..“
Nathan: „Na schön. Es tut mir sehr Leid.“
Duke: „Weiter.“
Audrey: „Nicht übertreiben.“
Duke: „Also, Lester wollte von mir ne Fahrt nach Kanada.“
Nathan: „Ja?“
Duke: „Ja. Aber ich schmuggle keine entflohenen Verbrecher.“
Audrey: „Gehören die Zahlen 2, 5, 7, 8, 9 zu einer Telefon- oder Versicherungsnummer?“

Nathan steht von Nachbartisch auf kommt zu Audrey und Duke.
Nathan: „Lester hat ein Boot gesucht. Vielleicht ist es eine Registriernummer.“
Duke grinst nur und zuckt die Schultern.
Nathan: „Willst du es mir unbedingt schwer machen?“
Duke: „Nein. Ich meine, wirklich nicht.“
Nathan: „Schön. Der Hafenmeister weiß es bestimmt.“


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BeitragThema: Re: Akte 1: Der Fall Marion Caldwell   09.08.18 16:18

Audrey steht auf und geht zu Nathan: „Okay, könnten Sie das nicht tun?“
Nathan: „Nehmen Sie Conrad die Geschichte mit Lester ab?“
Audrey: „Verdammt, er hat mit mir das Gleiche gemacht wie mit Lester. Wie soll ich sagen, er pustete mich von der Straße.“
Nathan: „..pustete Sie von der...?“
Audrey (verdreht die Augen): „Oh na gut, ich kann es nicht so genau beschreiben, okay? Aber es ist passiert. Und zwar mir! Ich weiß, dass es verrückt klingt. Ich glaub ja selber nicht, was ich da sage.“
Nathan: „Ja so geht es mir auch.“
Audrey: „Was soll ich denn nur machen, sagen Sie es. So tun als wäre gar nichts passiert, was für eine Polizistin wäre ich dann?“
Nathan: „Sie wissen, wie sich das im Zeugenstand anhört?“
Audrey (aufgeregt): „Hören Sie, ich weiß, es ist noch einiges unklar, aber ich werde es herausfinden. Ich befasse mich jetzt mit Conrad und sie mit dem Hafen.“

Duke steht auf und fuchtelt mit seinen Armen, die immer noch in den Schellen liegen: „Tschuldigung.... also... Aber würdet ihr mich vielleicht erst gehen lassen?“
Audrey und Nathan drehen sich zu ihm um und antworten aus einem Mund: „Nein.“

Szene O
Marions Laden. Marion steht am Fenster. Ted kommt an und legt ihr von hinten eine Kette mit einem Schlüssel dran um den Hals.
Marion: „Was ist das?“
Ted: „Das sind 280 qm auf der State Street in Santa Barbara.“
Marion (überrascht): „Oh mein Gott, das ist to...“
Ted: „Wenn wir die Kaution hinterlegen, dann könnten wir kalte Margaritas schlürfen, noch bevor du ja sagen kannst. Und was sagst du?“
Marion: „Ja ich glaub ich bin soweit.“
Die beiden nehmen sich in die Arme.

Szene P
Auf der Wache. Audrey sitzt mit einem Bild des Nebels am Tisch. Plötzlich riecht sie etwas unangenehmes und entdeckt kleine Fläschchen.
Audrey: „Bäh“
Sie stellt die Fläschchen in die Schublade. In dem Moment kommen Vince und Dave herein.
Dave: „Das haben wir Nathan gegeben.“
Audrey: „Ah es riecht äh... fürchterlich.“
Vince: „Unser Geschmack ist es auch nicht.“
Dave: „Wenn man dafür Sinne hat, macht man das Beste draus.“ Was?
Vince: „Wir haben ein kleines Geschenk für Sie.“
Dave: „Vince, nur die Ruhe. Wir schenken ihr kein Hündchen. Hier...“
Er übergibt Audrey einen großen braunen Umschlag.
Vince: „Deshalb dachte ich, ich hätte Sie schon mal gesehen.“
Audrey ( als Reaktion auf Vince): „Oh.“
Dann zieht sie ein Foto heraus. Ein Bild mit mehreren Leuten drauf. Mittig ist eine Frau zu sehen, mit dunklen Haaren. Im Gesicht sieht sie aus wie Audrey.

Dave: „Das haben wir in unserem Archiv gefunden. Ist 27 Jahre her...“
Audrey (starrt auf die Frau): „Wer ist das?“
Vince: „Ich hab gehofft, dass Sie mir das sagen. Haben Sie Familie hier in der Gegend?“
Audrey: „Äh... Ich habe keine Familie.“
Vince und Dave blicken sich an.

Vince lenkt ab. Er sieht das Bild, was Audrey vorhin in der Hand hielt.
Vince: „Sie beschäftigt immer noch der Nebel.“
Audrey: „Oh.... Mehr als nur der Nebel. Sagen Sie, stand Conrad Brower jemals in der Zeitung?“

Dave: „Ich könnte in unserem Archiv nachsehen. Darf ich Ihren Rechner benutzen?“
Audrey: „Ohh, ja bitte.“
Sie steht auf und lässt Dave an ihren Platz.
Audrey: „Wow, sehr eindrucksvoll.“
Vince: „Sie sollten ihn mal googlen sehen.“
Dave: „Ist ja entzückend..... Conrad Brower, irgendwelche Stichworte?“
Audrey: „Wetter.“
Vince: „Ich mag es sehr, wie die Kleine denkt.“
Audrey wirft ihm einen grinsenden Blick zu.

Kurze Einblendung, wie Nathan am Hafen an einem kleinen Boot nach etwas Ausschau hält. Er hebt eine braune Plane an. Seinem Gesichtsausdruck nach, etwas interessantes.

Zurück im Büro. Vince hockt nun auch neben Dave.
Vince: „Hier steht nicht viel von Conrad. Nur das ewige Kriegsheldengefassel.“
Dave: „Aber es ist sehr schön geschrieben.“
Vince (guckt erst Dave dann Audrey an): „Wahrscheinlich von ihm selbst.“
Dave: „Ihre Wettertabellen sind aufgetaucht.“
Vince: „Das ist das Interview, dass der Harold 1956 mit der Hastings-Familie geführt hat. Kurz nachdem sie aus Carvon, Georgia hierher gezogen sind.“
Audrey: „1956?“
Dave: „Sie waren die einzigen Überlebenden einer verheerenden Serie von Stürmen die ihre Heimatstadt verwüstet hat.“ Dann zu Vince gewandt: „Die Tochter war doch eine elende Hure.“ hahah, also wirklich, Dave.... hihi
Vince (völlig entrüstet): DAVE!“
Dave: „Ist doch so. Es war ein Segen als sie endlich tot war.“
Vince: „Die Enkeltochter ist aber entzückend.“
Dave: „Halt die Klappe!“
Audrey (will die beiden wieder runterbringen): „Heeey!“
Dave (beachtet sie nicht): „Das ist ganz sicher die Caldwell-Seite dieser Familie.“
Audrey (total überrascht): „Caldwell? Sie meinen Marion Caldwell?“
Dave und Vince gleichzeitig: „Ja.“

Szene Q
Wieder bei Nathan an dem kleinen Boot. Er telefoniert: „Ich habe die Nummer gefunden. Lester war vor seinem Tod auf einem anderen Boot.“
Audrey (durchs Handy): „Was haben Sie noch gefunden?“
Nathan (jetzt sieht man Audrey mit dem Handy am Ohr): „Marion Caldwells Finanzen. Lester kam wegen ihres Geldes nach Haven zurück. Genauer gesagt, sie hat 2 Millionen Dollar von ihrer Mutter geerbt.“ (er ist wieder zu sehen)
Audrey (wieder zu sehen): „Das passt. Wir haben uns geirrt. Marion hat nicht Conrad geschützt, sondern Conrad Marion. Und ich glaube, dass sie mit Lester auf der Klippe gewesen ist.“
Nathan (nur zu hören, dann mal wieder zu sehen... ): „Das ergibt Sinn. Lester hatte einen Partner. Er bekam alle Informationen über Marion...“
Audrey (Blick auf sie): „...von Ted!“

Szene R (Die Kamera wird immer auf den redenden gerichtet in der Szene)
Marion sitzt vor einem Karton und packt ein. Da klingelt ihr Handy.
Marion: „Hallo?“
Audrey: „Marion, hier ist Audrey Parker.“
Marion: „Oh, Agent Parker, es tut mir leid, ich kann jetzt nicht mit Ihnen reden.“
Audrey: „Nein, Sie hören jetzt zu, bitte. Ich weiß, dass Sie mit Lester auf der Klippe waren.“
Marion: „Woher wissen Sie das?“
Audrey: „Egal. Lester war hinter Ihrem Geld her.“
Marion: „Was, nein, das kann nicht sein.“
Audrey: „Marion, er hat mit Ted zusammengearbeitet.“
Marion: „WAS? Nein, das glaub ich jetzt nicht.“
Audrey: „Was wollten Sie denn dort?“
Marion: „Ich wollte mir eigentlich mit Ted die Sterne ansehen, aber... aber er ist nicht gekommen.“
Audrey: „Ja, Ted lockte sie hoch und Lester sollte für den Rest sorgen.“
Marion: „Nein! Nein, aber...“

Audrey: „Hat Ted Zugriff auf Ihre Konten?“
Marion (fällt es wie Schuppen von den Augen): „Die Millionen....“
Sie steht auf und schaut in ihrem Onlinebankaccount. Es sind 2.120.000 Millionen Dollar auf ein anderes Konto gezahlt worden. Marion ist nicht in der Lage etwas zu sagen.
Audrey: „Marion? Marion?“
Marion: „Ich kann nicht, hören Sie? Es tut mir leid.“ Sie geht aus dem Geschäft, hat nicht aufgelegt.
Audrey: „Nein, Marion, warten Sie! Hallo, Marion? Hallo? Marion!! Hallo?“
Marion ist rausgegangen. Draußen stürmt und gewittert es.

Audrey stürmt aus dem Polizeigebäude. Am Himmel sind dunkle Wolken zu sehen. Sie ruft Nathan an.
Audrey: „Nathan? Marion ist hinter Ted her. Sie weiß nicht, wozu sie fähig ist, hören Sie? Sie ist gefährlich und könnte Unschuldige verletzen. Ich mach mich auf den Weg.“
Nathan (durchs Telefon): „Wo wollen Sie sie suchen? Sie könnte überall sein.“
Audrey (blickt zum Himmel): „Ich weiß genau wo sie hin geht.“

Szene S
Am Privathaus von Marion. Es stürmt und blitzt. Ted packt einen Koffer in sein Auto. Marions teht wütend neben ihm.
Marion: „TED!“
Ted: „Marion!“
Marion: „Wo willst du denn hin?“
Ted: „Ich muss auf eine kurze Geschäftsreise.“
Marion: „Wirklich? Mit drei Koffern, ja? Und mit meinem ganzen Geld.“ Sie brüllt ihn richtig an.
Ted: „Marion, es ist nicht so wie du denkst!“
Marion: „Das waren doch alles nichts als Lügen. Du hast mich nie geliebt, Ted!“
Ted: „Marion, bitte...“
Marion wird immer wütender. Das Gewitter wird immer heftiger. Es blitzt direkt über ihnen.
Marion: „Lass mich!“
Bäume fangen an zu brennen und fallen um, der Dachstuhl des Hauses fliegt auseinander. Ted duckt sich.
Ted: „Marion, glaub mir doch. Ich wollte dir nicht wehtun.“
Neben ihm schlägt der Blitz ein.
Marion: „LÜGNER!“
Ted zieht plötzlich eine Waffe und richtet sie auf Marion.
Ted: „Marion, ich werd jetzt gehen!“
Marion blickt auf die Waffe, die Ted daraufhin aus der Hand gepustet wird.
Ted: „Marion, es tut mir leid.“
Marion: „Du bist ein elender Lügner.“

Audrey kommt angefahren und steigt aus.
Audrey: „Marion!“
Marion: „Das geht sie nichts an!“
Audrey: „Sehen Sie sich das an, Marion. Das alles tun sie!“ (sie meint das Wetter)
Nathan kommt angefahren. Ted rennt zu seiner Waffe und schießt auf Nathan. Die Kugel streift ihn. Der rennt sofort auf Ted zu, wirft ihn zu Boden und legt ihm die Handschellen an.

Audrey: „Marion, hören Sie mir zu. Sie haben Menschen verletzt und Sie werden noch mehr Menschen verletzen. Den Wind den Lester umgebracht hat, den Nebel, den Hagel, das haben Sie verursacht.“
Marion ringt mich sich.
Audrey (eindringlich): „Sie sollen unbedingt aufhören damit. Sofort! Hören Sie auf. So hören Sie doch endlich auf.“

Marion holt den Schlüssel, der für Santa Barbara war, aus der Tasche und fängt an zu weinen. Das Unwetter hört auf. Audrey nimmt Marion in die Arme. Der Himmel wird wieder blau.
Audrey: „Ist ja gut, es ist alles okay. Ganz ruhig.“


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BeitragThema: Re: Akte 1: Der Fall Marion Caldwell   09.08.18 16:19

Szene T
Audrey fährt mit Conrad an der Küste entlang. Sie halten an und steigen aus.
Conrad: „Das Auto braucht ne Inspektion.“
Audrey: „dafür ist die Autovermietung zuständig. Also als sie da oben am Tuwi...“
Conrad: „Tuwiuwok – das bedeutet...“
Audrey: „Haven.“
Conrad: „Ein sicherer Zufluchtsort für die Waisenkinder Gottes.“
Audrey: „Waisenkinder?“
Conrad: „Den Menschen gefiel Haven besser.“
Audrey: „Ja so war das wohl. Also ich weiß jetzt warum Sie da oben waren.“
Conrad: „Ich hab auf sie aufgepasst. Das hab ich immer.“
Er blickt zu Marion, die unten am Strand steht und aufs Meer blickt.
Conrad: „Ich habe diesem Ted niemals getraut.“
Audrey: „Kann es vielleicht sein, dass Sie sie lieben?“
Conrad sagt nichts.
Audrey: „Ich würde auf sie zugehen, Conrad.“
Conrad: „Meinen Sie?“
Audrey: „Ich könnte sie ins Gefängnis stecken, aber was würde das bringen? Wenn Marion ihre Gefühle nicht kontrolliert, dann könnten viele Unschuldige verletzt werden. Nur drei Leute wissen was sie anrichten kann. Aber nur einer von uns hat die Chance sie glücklich zu machen..... Sie braucht jemanden, der ihr Sicherheit gibt. Und ganz besonders viel Ruhe.“

Conrad geht ohne ein weiteres Wort zu Marion.
Marion: „Ich hätte auf dich hören sollen.“
Conrad: „Schon gut. Manchmal höre ich auch nicht auf mich.“
Marion: „Aber weißt du, ich hätte es tun sollen.“
Sie will nach seiner Hand greifen, zieht sie doch wieder zurück.

Marion: „Oh ähm.. tut mir leid. Abstand – ich weiß.“
Conrad nimmt ihre Hand. Beide lächeln sich an.
Audrey beobachtet die beiden lächelnd.

Szene U
Audrey kommt mit einem großen Strauß Blumen auf dem Arm ins Büro. Nathan liegt auf einer Bank und schläft. Durch ein Fenster sieht sie den Chief. Sie stellt die Blumen auf den Tisch. Dort liegt das Bild von der Frau die ihr so ähnelt und nimmt es in die Hand.
Nathan: „Flieder und Lilien.“
Audrey: „Sie sind ein merkwürdiger Typ.“ Zu genial WIE sie das sagt „Wie geht es der Schulter?“
Nathan: „Ganz gut.“
Audrey: „Harter Junge.“
Nathan: „Also, haben Sie den Fall Lester gelöst?“
Audrey: „Er und Ted haben alles gemeinsam geplant. Lester floh aus dem Knast, um zu verhindern, dass Ted mit seinem Anteil abhauen konnte.“
Nathan: „Wie wird Marion damit fertig?“
Audrey: „Ah, sie quält sich mit dem Gedanken, dass sie das Wetter beeinflusst.“
Nathan: „Glauben Sie immer noch daran?“
Audrey (entsetzt): „Sie etwa nicht? Wenn man alles ausgeschlossen hat, muss man akzeptieren was übrig bleibt.“
Nathan: „Ich bin noch nicht soweit, dass ich alles ausschließe. – Ich kenn das Bild.“
Audrey hat nach wie vor das Bild mit der Frau und den anderen Leuten drauf in der Hand.
Audrey: „Achja?“
Nathan: „Kindermord in Colorado. Der Chief war damals für den Fall zuständig. Er hat ihn nie gelöst, woran ich ihn so oft ich kann, erinnere.“
Audrey: „Der Chief? Sie meinen Ihren Vater?“
Nathan: „Ich mein den Chief. Kann ich es nochmal sehen?“
Audrey gibt ihm das Bild. Er blickt von der Frau zu Audrey.
Nathan: „Sie ähnelt Ihnen sehr.“
Audrey: „Ja.. ja, ich weiß.“
Nathan: „Glauben Sie, dass das Ihre Mutter ist? Oder ihre Tante?“
Audrey: „Ich weiß es wirklich nicht. Jedes andere Kind träumt davon, dass die Eltern es abholen und einfach mitnehmen. Das wäre doch wie Weihnachten. Aber ich.. ich träumte das... ach egal was soll's?“
Nathan: „Dafür ist es jetzt zu spät.“
Audrey: „Ich träumte davon, dass meine Mutter mit einem großen Bus alle Kinder dieser schönen Erde abholen kommt und dann mit nach Hause nimmt.“
Nathan: „Von dem Traum sollten Sie sich lieber verabschieden.“
Audrey: „Tja, ich wünschte ich könnte es.“
Steht auf und nimmt das Bild aus Nathans Hand.

Szene V

Audrey steht an der Stelle am Meer wo das Bild damals entstand. Sie holt ihr Handy hervor und wählt eine Nummer.
Agent Howard: „Howard?“
Audrey: „Hey Boss. Ähm... Ich hab doch noch nie Urlaub gemacht. Ich brauch ein paar Wochen. Ich muss da was klären.“
Agent Howard: „Kein Problem, Sie haben es verdient.“
Man sieht, dass er nicht weit von ihr entfernt steht und sie sehen kann. Er legt auf und ruft sofort jemanden an und sagt: „Sie bleibt. Vielleicht kann sie Ihnen ja bei Ihrer Sache helfen.“
Er steigt in sein Auto, fährt weg. Hinter ihm reißt die Straße auf, wie schon zu Beginn bei Audrey.

Letzter Blick auf Audrey.


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